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Über afgis

1999 initiierte das Bundesministerium für Gesundheit das "Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis)“ mit dem Ziel, ein qualitätsgesichertes und bedarfsorientiertes Informationsangebot für Patienten und Verbraucher zu schaffen.

Nach einem "Initiativkongress zum Aktionsforum zur Entwicklung von Strukturen und Grundlagen für ein qualitätsgesichertes, dezentral organisiertes Gesundheitsinformationssystem“ am 9. November des gleichen Jahres verabschiedeten 130 Repräsentanten des Gesundheitswesens in einer Folgekonferenz, die am 15. Juni 2000 in Bonn stattfand, eine gemeinsame Erklärung mit programmatischem Charakter. Darin heisst es unter anderem:

"Ein umfassendes, qualitativ hochwertiges und nutzerorientiertes Angebot an Gesundheitsinformationen ist eine wichtige Basis für ein selbstbestimmtes und verantwortliches Handeln der Einzelnen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit. Es ist gleichermaßen die Voraussetzung für die Ausübung ihrer Rechte als Patienten, Versicherte und Verbraucher sowie für echte Bürgerbeteiligung.“

Der "Einrichtung und inhaltliche Ausgestaltung eines kontinuierlichen und strukturell verankerten Qualitätssicherungsprozesses für Gesundheitsinformationen“ wurde oberste Priorität zugewiesen und die "Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Strategien, Maßnahmen, Kriterien, Verfahren, Methoden und Instrumenten der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements bzgl. Der gesundheitsbezogenen Informationen in den Neuen Medien“ als eine zentrale Aufgabe identifiziert.

Das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis) versteht sich von Anbeginn an als Qualitäts- und Qualifizierungsnetzwerk. Die Qualitätssicherung von Gesundheitsinformationen wird als dynamischer Prozess verstanden, der systematisch und in Interaktion mit den Nutzern zu organisieren ist.

Da die Entwicklung transparenter Qualitätsmerkmale von Informationen im Internet nicht als Binnenlösung zu realisieren ist, beteiligte sich afgis aktiv an internationalen Konferenzen wie dem "Workshop on Quality Criteria für Health Related Websites“ 2001 in Brüssel und "e-Health Ethics & Quality Workshop for a Multi-country Collaboration - Issues, Goals & Solutions“ in Paris.

2001 organisierte sich afgis in einem Kooperationsverbund, der sich der Entwicklung von Qualitätsstandards zuwandte. Wesentliches Ergebnis waren so genannte Transparenzkriterien, die - als nachprüfbare Bestandteile -die Basis für ein Qualitätsprüfungsverfahren lieferten. Für die Operationalisierung wurde ein Datenbankmodell entwickelt.

Am 24. Juni 2003 konstituierte sich afgis bei einer Gründungsversammlung in Berlin als eingetragener Verein. Die Qualitätssicherung von Informationen im Internet und die Vergabe eines Prüfsiegels, des afgis-Qualitätslogos, wurde zum Schwerpunkt der Vereinsarbeit erklärt.

Schon im Laufe des Jahres 2004 wurde die Entwicklung einer Qualitätsdatenbank in Auftrag gegeben, in der - anbieterunabhängig - die bei der Qualitätsprüfung von Internetangeboten gewonnenen Hintergrundinformationen hinterlegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten.

Im Herbst 2004 konnten in einer Pilotphase erste Qualitätsprüfungsverfahren durchgeführt und Qualitätslogos vergeben werden. 2005 ging das Verfahren in den Regelbetrieb über. Das jeweils auf die Zeitdauer von einem Jahr befristete afgis-Qualitätslogo kennzeichnet seitdem Internetangebote, die qualitativ hochwertige Gesundheitsinformationen bereithalten.

Parallel zur Entwicklung des Qualitätsprüfungsverfahrens beteiligte sich afgis - in Kooperation mit anderen relevanten Akteuren im Gesundheitswesen - an der Erarbeitung weiterer Standards für Informationen im Internet – so für die Verständlichkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die Barrierefreiheit.

In Workshops und mit Expertentreffen wurden relevante Fragen der medialen Bereitstellung von Gesundheitsinformationen thematisiert und lösungsorientiert bearbeitet: "Gute Selbsthilfe-Websites - wie geht das? (2013)", "Gesundheit als Applikation - Medical Apps in der Diskussion (2012), " Konkurrenz - Koexistenz - Kooperation / Selbsthilfe im Web 2.0 (2012) , "Ethik und Web 2.0" (2011), "Web-2.0.-Anwendungen in der Medizin" (2011), "Wie medizinische Inhalte im Internet validieren?" (2010), "Web 2.0: Chancen und Risiken sozialer Netzwerke“ (2010), "Nutzerkompetenz stärken" (2009).

Mit einer Initiative zur Popularisierung seiner "Regeln der Partnerschaft“ will der Verein dazu beitragen, die Qualität sozialer Netzwerke im Internet zu erhöhen.

erstellt am: 10.08.2012 15:46 — zuletzt verändert: 05.10.2016 08:27

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