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afgis-Newsletter, Ausgabe Juni 2016

afgis kommentierte die „CHARISMHA“-Studie und wurde mehrfach von Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Gesundheitsinformationen empfohlen. Das Editorial und die Rubrik „afgis aktuell“ geben einen Überblick über unsere Aktivitäten und Erwähnungen. Im Mitgliederprofil stellt sich die BARMER GEK vor, die zu den Gründungsmitgliedern von afgis gehört. Der Nachrichtenüberblick stellt unter anderem den E-Patient-Survey 2016 sowie zwei Studien zur Gesundheitskompetenz der Deutschen vor.

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Juni 2016


Inhalt

  • Editorial | Der Fortschritt der Technik trifft auf eine unvorbereitete Menschheit

  • afgis aktuell | afgis kommentiert die „CHARISMHA“-Studie // Dr. Uwe Prümel-Philippsen fordert mehr Unterstützung für afgis // Spiegel online: Experten empfehlen das afgis-Siegel als Orientierung

  • Mitgliederprofil | BARMER GEK
  • Nachrichten | Bundesgesundheitsminister Gröhe zu Gesundheitsinformatoionen im Internet // Deutschlandweiter E-Patient Survey 2016 // Neues NAKOS-Faltblatt "Selbsthilfe Online" // Wie wertvoll sind Wearables und Gesundheitsapps // Verbraucherschutzministerin a. D. Künast zu mobilen Gesundheitsdienstleistungen

 

Editorial

Der Fortschritt der Technik trifft auf eine unvorbereitete Menschheit

M_Schumacher

Mit diesen Worten des Philosophen Hans-Georg Gadamer freue ich mich, mein erstes Editorial für einen afgis-Newsletter eröffnen zu dürfen. In den letzten Monaten galt es für afgis, neue Routinen einzuschleifen, nachdem auf der Mitgliederversammlung im Dezember 2015 der 1. Vorsitz neu besetzt wurde und infolge dessen auch die afgis-Geschäftsstelle umzog. Waren dabei auch nur wenige Kilometer innerhalb Hannovers zu überwinden, hat es doch Overhead mit sich gebracht, die vereinsinternen Prozesse und das Qualitätslogoverfahren an neuer Adresse flüssig zum Laufen zu bringen. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal herzlich meinem Vorgänger Herrn Raimund Dehmlow danken, der satzungsbedingt nicht erneut kandidieren konnte und mich in der Übergangsphase sehr engagiert in meiner Einarbeitung ins neue Vorstandsamt begleitet hat.

Die Arbeiten „hinter den Kulissen“ haben uns aber nicht davon abgehalten, uns den aktuellen Herausforderungen der Qualitätssicherung digitaler Gesundheitsinformationen zu stellen. So hatte afgis Gelegenheit, die CHARISMHA [Chances and Risks of Mobile Health Apps]-Studie zu kommentieren und die afgis-Qualitätsstandards in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ zu erörtern.

Als Highlight ist zu erwähnen, dass wir im April erfolgreich eine Ideenwerkstatt mit unseren Mitgliedern durchführen konnten, die uns abseits des mitunter lebhaften Alltagsgeschäfts Gelegenheit gab, die zukünftigen Prioritäten und Aktivitäten von afgis vertiefter zu reflektieren. Dies erscheint auch umso notwendiger, insofern Innovationen wie insbesondere die Gesundheits-Apps unserer Gesellschaft erkennbar eine neue Renaissance der Qualitätsdiskussion im Gesundheitswesen bescheren. Forderungen nach mehr Qualität durch Transparenz – jüngst etwa auch von Bundesgesundheitsminister Gröhe und Verbraucherschutzministerin a. D. Künast vorgetragen – dürfen keine Floskeln bleiben! afgis ist gut aufgestellt, sich hier im Sinne der Health Advocacy einzubringen. Wir laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen!

 

Herzliche Grüße
Martin Schumacher und das afgis-Team

 

afgis aktuell

afgis kommentiert die „CHARISMHA“-Studie

Am 25. April 2016 wurden die Ergebnisse der Studie "Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA" vorgestellt. Das BMG-geförderte Projekt wurde vom Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik (PLRI) durchgeführt. Studienleiter Dr. Urs-Vito arbeitete gemeinsam mit 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die aktuellen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Gesundheits-Apps auf – aus den Blickwinkeln von Medizin, Informatik, Ethik, Recht, Ökonomie und Politik. afgis e. V. hatte Gelegenheit, die Studie zu kommentieren.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/studie-informiert-erstmals-umfassend-ueber-gesundheits-apps-in-deutschland

Dr. Uwe Prümel-Philippsen fordert mehr Unterstützung für afgis

Am 18. April 2016 wurde der langjährige Geschäftsführer der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (BVPG) Dr. Uwe Prümel-Philippsen in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Abschiedsrede resümierte er unter anderem auch die von ihm begleitete Gründung des Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem (afgis).

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/qualitaet-von-gesundheitsinformationen-im-internet.

Spiegel online: Experten empfehlen das afgis-Siegel als Orientierung

Welchen Gesundheitsinformationen kann man vertrauen und wie filtert man diese richtig? Mit dieser Frage befasst sich der SPIEGEL ONLINE-Artikel vom 27. April 2016. Zu Wort kommen Experten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), der Stiftung Warentest sowie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Experten nennen zwei Siegel für Gesundheitsportale, die eine Orientierung bieten: das HON-Siegel und das afgis-Siegel. Die Siegel geben einen Anhaltspunkt für Verlässlichkeit.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/spiegel-online-internet-und-gesundheit-worauf-sie-bei-online-infos-achten-sollten

 

Mitgliederprofil

BARMER GEK

Web: www.barmer-gek.de

Die BARMER GEK ist eine der größten deutschen gesetzlichen Krankenkassen. Wir versichern bundesweit 8,5 Millionen Menschen, die von rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. Für unsere Versicherten stellen wir nicht nur eine umfassende Versorgung mit medizinischen und gesundheitsbezogenen Leistungen sicher. Zusätzlich bieten wir ein breites Spektrum an Gesundheitsinformationen im Print- und Onlinebereich an.

Durch ihre Reichweite trägt die BARMER GEK eine große Verantwortung in Bezug auf die von ihr veröffentlichten Informationen. Entsprechend groß ist der Bedarf an fachlich korrekten und verständlich geschriebenen Texten.

Die BARMER – seit 2010 BARMER GEK - gehörte schon 1999 zu den Gründungsmitgliedern des Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem (afgis). Das Ziel war schon damals, Transparenz, Qualität und Nachvollziehbarkeit von Gesundheitsinformationen, später auch mit einem Zertifikat, sicherzustellen. Der Ausbau von afgis zu einem Kompetenz-Netzwerk von Verbänden, Unternehmen und Einzelpersonen führte zur Entwicklung eines breit aufgestellten Qualitätsstandards für Internetinhalte und Apps. Indem sie zunächst den Organisationsaufbau von 1999 bis 2007 als Mitglied des Vorstands aktiv unterstützte, konnte die BARMER dazu beitragen, dem Themenfeld „zertifizierte Gesundheitsinformation“ in der Öffentlichkeit mehr Gewicht zu geben.

Die BARMER GEK hielt und hält eine Vielzahl von Informationsbroschüren zu verschiedensten Gesundheitsthemen bereit. Im Laufe der Zeit wurde das Informationsangebot auf das Internet ausgeweitet und im Format entsprechend angepasst. Über mehrere Jahre hinweg entstand ein umfangreicher Internetauftritt, der die interessierte Nutzerin und den interessierten Nutzer neben leistungsrelevanten Themen auch mit Informationsangeboten zu medizinischen und gesundheitsbezogenen Themen versorgt.

Website der BARMER GEK

Nach einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag der BARMER GEK von 2013 ist das Internet nach dem Gespräch mit den Arzt oder der Ärztin die wichtigste Bezugsquelle für Gesundheitsinformationen. Allerdings ist das Vertrauen in die Qualität von im Internet erhältlichen Informationen bei den Befragten nicht allzu groß. Deshalb sind Qualitätszertifikate wie das vom Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis) besonders wichtig. Der nächste Schritt war folgerichtig: Die BARMER GEK hat auch ihre Gesundheitsinformationen im Netz durch afgis zertifizieren lassen.

Die BARMER GEK hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben einer umfangreichen und verlässlichen Patientenversorgung auch hochwertige und transparente Gesundheitsinformationen bereitzuhalten. Interne und externe Autoren verfassen regelmäßig Patienteninformationstexte oder Ratgeber zu relevanten Themen.

Aber auch Gesundheitsinformationstexte anderer Institutionen wie des IQWiG (www.gesundheitsinformation.de) finden über die Homepage der BARMER GEK Verbreitung. Die Informationstiefe der Beiträge soll unterschiedlichen Adressaten und Themen gerecht werden und reicht von der Kurzinformation oder dem Lexikonartikel über eine umfassende Patientenleitlinie bis zur interaktiven Online-Entscheidungshilfe. Insgesamt stehen Versicherten und Interessierten gut 100 Online-Beiträge zur Verfügung.

 

Mitgliederprofil

BARMER GEK

Kunden: 8,5 Mio.Versicherte

Standorte: rund 560 Geschäftsstellen bundesweit

Mitarbeiter: ca. 15.000 Vollzeitstellen und 459 Auszubildende

Anschrift: Barmer GEK

                  Postfach 11 07 04

                  10837 Berlin

Kontakt:   Telefon: 0800 33 20 60 99-0

                  E-Mail: info@barmer-gek.de

Internet:   www.barmer-gek.de/gesundheit

                  www.barmer-gek.de

 

Nachrichten

Bundesgesundheitsminister Gröhe spricht sich für unabhängige, wissenschaftlich belegte und leicht verständliche Gesundheitsinformationen im Internet aus

Mehr als die Hälfte der Deutschen fühlt sich von der Informationsflut zu Gesundheitsthemen überfordert. Das zeigt eine repräsentative Studie der Universität Bielefeld. Demnach weisen rund 44 Prozent der Deutschen eine eingeschränkte und weitere zehn Prozent sogar eine unzureichende Gesundheitskompetenz auf. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nahm als Schirmherr der Studie Stellung zu den Ergebnissen.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/ueber-die-haelfte-der-deutschen-von-informationsflut-ueberfordert

Deutschlandweiter E-Patient Survey 2016: Patienten sammeln Online-Kompetenz in Sachen Gesundheit

Die Deutschen, so Dr. Alexander Schachinger bei der Vorstellung seines 5. E-Patient-Surveys, haben sich in Sachen Gesundheit emanzipiert. Rund 40 Mio. Deutsche informieren sich inzwischen über das Internet zu Gesundheitsthemen. Deutschlands größte jährliche Online-Umfrage zeigt auch: Neue, therapiebezogene Internetdienste und Apps prägen mehr und mehr das Therapieverhalten und die Meinung der Patientinnen und Patienten über ihre Erkrankung.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/deutschlandweiter-e-patient-survey-2016-patienten-sammeln-online-kompetenz-in-sachen-gesundheit

Neues NAKOS-Faltblatt "Selbsthilfe Online" veröffentlicht

Das neue NAKOS-Faltblatt "Selbsthilfe Online" enthält wichtige Hinweise für alle Selbsthilfeengagierten, die die Möglichkeiten des Internets für ihre Aktivitäten nutzen. Sei es, dass sie Internetseiten von anderen besuchen oder eigene Informations-oder Austauschangebote zur Verfügung stellen.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/neue-nakos-faltblatt-selbsthilfe-online-veroeffentlicht

Wie wertvoll sind Wearables und Gesundheitsapps?

Fitnessarmbänder, Smartwatches und Gesundheitsapps – was bietet uns die neue Art der „Selbstvermessung“? Und ist sie es uns wert, den Schutz unserer sensiblen Gesundheitsdaten zu gefährden? Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gingen diesen Fragen auf der vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und Bitkom veranstalteten Konferenz zum diesjährigen Safer Internet Day am 9. Februar 2016 nach. Dabei präsentierte Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas die Ergebnisse einer vom BMJV durchgeführten Umfrage unter 2.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Thema Fitness-Armbänder und Gesundheitsapps.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/wie-wertvoll-sind-wearables-und-gesundheitsapps

Verbraucherschutzministerin a. D. Künast: Transparenz und ein hohes Datenschutzniveau sind oberstes Gebot für mobile Gesundheitsdienstleistungen

Einen kritischen Blick auf Gesundheits-Apps wirft Renate Künast, 2001 bis 2005 Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Qualitativ hochwertige Apps können danach zu Innovationen, einer verbesserten gesundheitlichen Versorgung oder einer neuen Form der Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten führen. Die Qualitätssicherung sei jedoch noch in hohem Maße defizitär, was zu konkreten Gesundheitsgefahren führen könne.

Weitere Infos: https://www.afgis.de/news/verbraucherschutzministerin-a.-d.-kuenast-transparenz-und-ein-hohes-datenschutzniveau-sind-oberstes-gebot-bei-der-digitalisierung-das-gilt-auch-fuer-mobile-gesundheitsdienstleistungen

 


Autoren (wenn nicht anders gekennzeichnet): Martin Schumacher, Dr. med. Susanne Rödel

Für alle administrativen Fragen im Zusammenhang mit dem Newsletter sowie Themenvorschläge senden Sie bitte eine E-Mail an: info@afgis.de.

Bildquellen: © BARMER GEK, afgis e.V.

erstellt am: 02.06.2016 13:03 — zuletzt verändert: 22.06.2016 12:48
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