Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Unabhängige Patientenberatung mit neuer Struktur (11.04.2006)
Artikelaktionen

Unabhängige Patientenberatung mit neuer Struktur (11.04.2006)

Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben heute mit dem Modellverbund "Unabhängige Patientenberatung Deutschland gGmbH" einen Fördervertrag geschlossen. Damit werden jetzt unabhängige Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung mit jährlich 5,113 Mio. Euro von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Träger des Verbundes sind der Sozialverband VdK Deutschland e.V., der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und der Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. Der neugeschaffene Verbund ist Ergebnis der bundesweiten Ausschreibung der unabhängigen Patientenberatung durch die Spitzenverbände.

Berlin, 11. April 2006 (ots) - Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben heute mit dem Modellverbund "Unabhängige Patientenberatung Deutschland gGmbH" einen Fördervertrag geschlossen. Damit werden jetzt unabhängige Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung mit jährlich 5,113 Mio. Euro von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Träger des Verbundes sind der Sozialverband VdK Deutschland e.V., der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und der Verbund unabhängige Patientenberatung e.V. Der neugeschaffene Verbund ist Ergebnis der bundesweiten Ausschreibung der unabhängigen Patientenberatung durch die Spitzenverbände.

Der Verbund soll ein von den Spitzenverbänden und den Verbundträgern erarbeitetes Modellkonzept umsetzen. Bis  Ende 2010 soll dem Gesetzgeber dann eine durch die wissenschaftliche Begleitforschung abgesicherte Entscheidungsgrundlage über die dauerhafte Gestaltung der unabhängigen Patientenberatung vorliegen.

Der Modellverbund setzt sich aus 22 regionalen Beratungsstellen und einer Bundesgeschäftsstelle mit Sitz in Berlin zusammen. In den Beratungsstellen können die Versicherten und Patienten allgemeine Informationen rund um das Thema Gesundheit erhalten oder sich über Angebote in ihrer Region informieren. Die Bundesgeschäftsstelle wird den Modellverbund steuern und z.B. einheitliche Qualitätsstandards entwickeln. Hinzu kommen überregionale Informations- und Beratungsangebote zu ausgewählten Erkrankungen, wie Essstörungen, Allergien bei Kindern oder Krebs. Im Rahmen des Modellvorhabens werden aber auch weiter Beratungsfelder erprobt. So sollen spezielle Angebote für ältere Menschen und Migranten entwickelt werden. Bis Ende 2006 soll der Aufbau des Verbundes abgeschlossen sein.

Der Gesetzgeber hatte die Spitzenverbände der Krankenkassen im Rahmen der "Gesundheitsreform 2000" dazu verpflichtet, unabhängige Einrichtungen zu Patienten- und Verbraucherberatung modellhaft mit jährlich 5,113 Mio. EUR zu fördern und evaluieren zu lassen. Das von den Spitzenverbänden initiierte erste Modellvorhaben war Mitte letzten Jahres nach vier Jahren zu Ende gegangen. Das jetzige neue Projekt baut auf den Erfahrungen der ersten Modellphase auf.


Powered by Plone

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: